Mami sein…

… diese zwei Wörter bedeuten soviel. Dieses Gefühl Mami zu sein ist unbeschreiblich. Es gibt Tage, an denen das Kind einem zum Wahnsinn treibt. Dann gibt es Tage, an denen ist das Kind total hilfebedürftig und kuschelsüchtig. Auch gibt es Tage, da möchte das Kind nichts von einem wissen und nicht zu vergessen die Tage, an denen es ohne Mama nirgendwo hingeht.

Alle aufgezählten Momente können an einen Tag passieren oder sich über Wochen hinstrecken – die so genannten Phasen. Ich habe mich vorher nicht mit Büchern vom aufwachsen des Kindes auseinander gesetzt und werde dies auch nicht tun. Ich erziehe oder lebe mit meinen Mini K. aus dem Bauch und logischen Verstand heraus.

Natürlich muss ich mit Kommentaren von Menschen rechnen, die immer alles besser wissen oder es anders machen würden. Mir egal!! Wenn Max in gewissen Situationen noch zu sehr „bemuttert“ wird. Ich glaube aber, dass er obwohl er noch seinen „Nini“ (Schnuller) hat, noch nicht alleine in seinem Bett einschläft und nachts zu mir und dem Ehemann ins Bett kommt, ein ganz toller kleiner Mann ist.

Morgen ist der Moment, in dem der kleine Mini K. nicht mehr so klein ist. Er wird in den Kindergarten gehen. Ich dachte immer, ach das ist schnell gewuppt. Von wegen – da habe ich das Mami sein unterschätzt. Mein Herz blutet bei dem Gedanken, dass mein kleiner Mini K. morgen mit anderen Kindern alleine im Kindergarten ist. Dieses Gefühl hat nichts damit zu tun, dass ich den Menschen dort nicht vertraue sondern eher diese emotionale Ebene.

Vor zwei Jahren habe ich ihm im Fliegergriff beruhigt und heute tanzen wir in der Küche zur Musik vom Ehemann aus dem Arbeitszimmer. Dieser „Wachstumsschub“ von 1 Jahr auf 2 Jahre verging so schnell.

Ich bin ja eh ein sehr emotionaler Mensch und mache viel mit mir selber aus. Dann kommt dazu, dass zum „Mami sein“ auch die emotionale Ebene total verschoben hat. Ich kann nichts mehr schauen was traurig ist. Wenn ich mich freue kullern die Tränen. Ich weine auch wenn ich mich für andere freue. Strange! Dies alles gehört zum Mami sein. Trotzdem bin ich nicht nur Mami sondern auch Ehefrau, Freundin und Nadine. Dies möchte ich auch alles unter einem Hut bekommen. Ich denke auch, dass die Eingewöhnungszeit im Kindergarten nicht nur für die Kinder ist. Es gehört auch der Abnabelungsprozess der Eltern bzw. Muttis dazu. Dieser Schritt ist auch sehr wichtig und ich kann Max nicht ewig helfen. Er muss halt seinen Weg gehen.

Nun kommen bestimmt auch die Fragen auf, warum wird Mini K. „schon“ mit 2 in den Kindergarten geschickt. Ich möchte nicht nur Mami sein. Ich möchte meinen Haushalt und all die Dinge, die ich schon ewig machen wollte erledigen und ich möchte wieder meinen Kopf benutzen. Ich möchte raus aus der Mutterblase. Dies wird geschehen, die Frage ist nur wohin mich der Weg führt.

In den zwei Jahren Mami sein, habe ich Mini K. hoffentlich ein wenig geprägt. Ich finde er ist ein toller, freundlicher kleiner Mann. Der zwar jetzt ein wenig Angst hat vor neuen Situationen, aber ich denke, dass liegt mit den Alter zusammen.

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