Nadine

Lange nichts mehr von mir gehört… es ist auch bei mir viel zu tun – trotz Elternzeit. Ich habe einen kleinen Sohn, der immer meine Aufmerksamkeit fordert. Ich habe einen Ehemann, auch dieser wünscht wohl ab und an meine Aufmerksamkeit, auch wenn er sehr eingebunden ist und wir ihn mit seinem Blog „teilen“ müssen. Außerdem gibt es den Haushalt, Garten und die vielen anderen Dinge, die ich mir „aufbürde“ – die ich aber auch gerne mache.

Ich habe mich in den letzten 20 Monaten verändert oder sagen wir es so, Mini K. hat mich in den letzten 20 Monaten verändert. Einige meiner Wegbegleiter sind gegangen – diese wollten ihren eigenen Weg gehen, andere Begleiter sind einfach nicht einzuholen, denn ich habe einen kleinen Menschen an meiner Seite. Dieser hat kurze und kleine Beinchen und die Geschwindigkeit kann ich nicht einhalten. Ich habe aber auch Begleiter an meiner Seite, die mich stützen und mit einem offenen Ohr die „Mamasorgen“ abnehmen. Dinge, die mich beschäftigen. Dinge, die mich irgendwie belasten, aber auch Dinge, die wunderschön sind und ich mit meinen Freunden teilen möchte.

Klar würde ich gerne mal ein „freies“ Wochenende haben, einfach nur an mich denken – wer würde das nicht gerne. Wie oft sehe ich, wie Bekannte einfach verreisen, neue Dinge shoppen oder einfach mal essen gehen. Dann möchte ich das auch gerne mal wieder machen. Dies wird aber nicht gehen, denn irgendwie hat sich in mir was getan. Wenn ich dann einfach mal nach Urlaub schaue oder shoppen gehe, dann schaue ich nicht für mich sondern für Mini K.. Das beste Beispiel war letztes Wochenende. Da waren wir in Dortmund. Ich habe mir vorgenommen mit zwei Mädels, die dort wohnen, ein Shoppingtag zu machen und einfach zu quatschen. Ich habe auch geshoppt aber die Tüten waren gefüllt mit Dingen für Mini K.. Wenn ich nach mir schaue, dann finde ich nichts oder denke mir, dass ich das dann doch nicht brauchen würde. Ich hatte eine anstrengende Zeit (mit Mini K. woanders ist alles stressig) aber sie war doch schön, denn ich habe viel gelacht und konnte mal abschalten.

Wer dieses Blog kennt, der weiß, dass ich immer ein Thema habe. GEWICHT!! Ja, ich fühle mich nicht wohl in meiner Haut – welche Frau macht das? 🙂 In den letzten Tagen denke ich aber viel darüber nach, was ich will. Möchte ich in Kleidergrösse 36/38 passen? Möchte ich auf leckeres Essen verzichten? Nein – möchte ich nicht. Derzeitiger Stand meines Gewichtes liegt zwischen 78 und 79 Kilo. Die magische 8 ist weg und ich trage Hosen in 42 auch mal 44. Ich glaube auch, dass wenn ich in Kleidergrösse 38 wäre, dann würde ich mich auch nicht mögen. Das hatte ich ja auch schon einmal und wirklich froh war ich auch nicht damit. Wenn ich mich jetzt aber über meinen Bauch ärgere kommt Mini K. und macht „Eiii“ über meinen Kopf und strahlt mich mit seinen blauen Augen an. Er hat mich lieb und der Ehemann mag mich ja auch wie ich bin – davon gehe ich jedenfalls aus… Wisst ihr, dass mir dann in solchen Momenten echt egal ist was meine Waage sagt. Es gibt Zeiten, da kann ich mich nicht anschauen aber es gibt auch Zeiten, da denke ich bin einem Blick in den Spiegel, dass sieht nicht schlecht aus.

In meinen 36 Jahren wurde ich nicht so oft angegraben wie andere Mädels so berichten. Ich glaube das kann ich an zwei Händen abzählen. Den Rest habe ich vergessen oder vielleicht nicht mitbekommen. Selbst der Ehemann hat mich nicht angeflirtet oder angesprochen!
Jetzt wenn ich unterwegs bin, schiebe ich ein Kinderwagen oder renne hinter Mini K. her. Da werde ich auch nicht angesprochen – naja wenn ich Opas und Omas ausschliesse, da Mini K. für Grosseltern magnetisch ist.
Möchte ich vom anderen Geschlecht angesprochen werden? Nein, denn ich bin mit meinem Leben glücklich. Natürlich tun Komplimente einer Mutti und deren Selbstwertgefühl immer gut, aber die Zeiten, des „jagen“ und „gejagt“ werden sind vorbei. Bedeutet aber auch nicht, dass ich mich nun als Mutti und Ehefrau gehen lassen kann. Ich muss den Weg finden mit mir zufrieden zu sein und meine „Rundungen“ zu akzeptieren.

Ich bin 36 Jahre alt, eine Mutti von einem Kleinkind und Ehefrau eines Bloggers. Das ist kein „normales“ Leben, wie ich finde. Dieses Leben ist anders als andere es haben. Ich kann es auch nicht vergleichen mit anderen Paaren oder Eltern. Es gibt Dinge, die würden in anderen Beziehungen nicht funktionieren aber wir sind in den 17 Jahren Beziehung hineingewachsen.

Was ich aber weiß ist, dass Max mein Leben vollkommen macht. Egal wie sehr ich mich über ihn ärgere (wenn er mal was angestellt hat oder Dinge nicht funktionieren, weil er irgendwas gemacht hat), dann schaut er mich mit seinen Kulleraugen an und sagt „Mami“ und dann ist alles gut.

Jetzt das Fazit des ganzen Textes… so wie es jetzt ist, ist es toll und ich bin glücklich. Ich habe tolle Eltern/ eine Familie, die mich immer unterstützen und Max liebt sie alle total. Ich habe wunderbare Freunde, die mich auf den Boden zurückholen (auch wenn sie einige km von mir entfernt wohnen) und ich habe einen Ehemann, der mich so nimmt wie ich bin.

Ich bin Nadine und wer mich nicht mag, der soll seinen Weg gehen. Ich gehe meinen und so wird alles gut werden – auch wenn Hürden auf diesen Weg sind! 😉

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4 Kommentare

  1. Ja mit Kindern verändert man sich, man hat auf einmal ganz andere Prioritäten.
    Das Gewicht war mir (leider) immer egal. Aber ich will dennoch nie in eine 38 passen (dafür schlemme ich zu gerne) 42/44 sind ok, da fühle ich mich wohl.
    Angebaggert werden? Naja mit 30 find ich das mmh, ach muss nicht sein, ich hab seit 10 Jahren meinen partner, aber wenn dann doch passiert gibts nen höhenflug und glaub mir selbst als Mutter passiert das noch irgendwann 😛

    Alles in alles sollte man doch einfach nur glücklich sein odeR? Egal was andere von einen denken. Wir müssen keine norm-familien haben. Keinen Norm-Körper, keine Norm-arbeit.

    Das Menschen kommen und gehen ist auch ohne Kinder so. UNd DU machst deinen Weg schon!

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