Chess in Essen

Gestern führte mich der Weg in die Stadt Essen. Es war mal wieder an der Zeit ein schönes Musical zu sehen. Diesmal war es Chess im Aalto-Theater. Ich kannte Chess noch nicht und alleine die Besetzung versprach schon einen interessanten Abend.

Bevor wir aber um 19 Uhr das Musical sehen konnten habe ich mich mit meiner Knutschkugel in Richtung Lindwedel zu Michi aufgemacht. Was wäre ein Musicalbesuch ohne Michael? Nichts… von Lindwedel ging es dann in Richtung Hannover-Hauptbahnhof. Der ICE hatte keine Verspätung oder sonstige Schwierigkeiten. Die Fahrtzeit vertrödelten wir uns mit einen unserer Kartenspiele und glaubt mir egal welches es ist – Michi gewinnt! 🙂

Nun waren wir gegen Nachmittag in Essen und wir schlenderten in die Stadt. Es sollte mexikanisch werden und das haben wir uns ausgesucht. Ich habe auch schon wieder den Namen der Bar vergessen. *schäm*

Michis Bestellung:

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Meine riesige Portion:

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Danach mussten wir die angefressenen Kalorien wieder ablaufen und haben uns in Richtung Theater bewegt. Naja der Weg führte uns dann noch durch einige Geschäfte. 😉

Nun waren wir endlich am Opernhaus – was optisch nicht so einladen wirkt – wie ich finde!

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Auch mal ein Beweis, dass ich in Essen war. Denn verschiedene Essensgerichte und Fotos von mir und Michi kann ich ja überall machen. 😉 Wer in Essen wohnt oder das Aalto-Musiktheater kennt, kann nun bestätigen, dass ich dort war! *grins*

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Chess – handelt das Musical um Schach? Na klar… sonst wäre der Titel wohl schlecht gewählt. Ich fragte mich nur, ein ganzes Musical über Schach – was soll denn dort erzählt werden?

Im 1.Akt wird über die Entstehung und Herkunft des Schachspiels erzählt. Die Schachweltmeisterschaft (1980) steht kurz vor ihrem Beginn in Meran. Der Amerikaner Frederick Trumper (gespielt von Henrik Wager) ist amtierender Weltmeister und muss seinen Titel gegen einen neuen Herausforderer aus der Sowjetunion, Anatoly Sergievsky (gespielt von Serkan Kaya), verteidigen.

Anatoly und der ihn betreuende KGB-Agent Alexander Molokov (gespielt von Michael Haag) analysieren den Fernsehauftritt von Frederick. Molokov “rät” seinem Landsmann, die Angst des Gegners zu seinen und zu Russlands Gunsten auszunutzen. Anatoly hält dies für eine Fehleinschätzung. Er ist der Verpflichtung gegenüber seinem Land und des auf ihn ausgeübten Druckes überdrüssig. Im geht es um Schach. Hat er wirklich das erreicht, was er wollte?

Bei der Eröffnungszeremonie in der Schach-Arena weist der Schiedsrichter Arbiter (gespielt von Romeo Salazar) noch einmal darauf hin, dass er allein in jeder Hinsicht die Entscheidungsgewalt besitzt.

Frederick hat die ersten beiden Matches gewonnen. Bei der dritten Partie scheint ihn aber das Glück zu verlassen. Er sieht zum Sieg keine Möglichkeit mehr, verlässt er aufsehenerregend die Arena. Seine Managerin und Freundin Florence (gespielt von Femke Soetenga) bleibt zurück und muss das Verhalten von Frederick rechtfertigen.

Im Hotelzimmer teilt Florence Frederick mit, dass sie das Benehmen und die schlechte Behandlung nicht länger akzeptiert. Der Streit mit Frederick zeigt  ihr wieder einmal, dass sie selbst die Einzige, der sie vertrauen kann. Denn sie hatte eine schwere Kindheit in Ungarn. Sie musste es 1956 während des Volksaufstandes mit der Mutter verlassen. Sie hat niemals rausfinden können, was mit ihrem Vater geschehen ist.

Florence arrangiert ein Zusammentreffen mit Frederic und Anatoly. Denn die Situation muss beruhigt werden. Es steht ja noch die Fortsetzung der WM an. Frederic verspätet sich. Florence und Anatoly kommen sich näher und merken, dass sie Zuneigung füreinander empfinden.

Anatoly gewinnt die Schachwm. Frederic fühlt sich von Florence verraten und die beiden streiten erneut. Nun trennt sich Florence von Frederic. Der Amerikaner ist niedergeschlagen und erzählt von seiner schwierigen Kindheit. Er war stets auf sich gestellt und musste sich alles selber erkämpfen.

Anatoly will nun amerikanischer Staatsbürger werden und mit Florence in New York leben. Er ersucht Asyl und dieses bekommt er auch, sein Herz wird aber immer für sein Heimatland schlagen.

Der 2.Akt beginnt… ein Jahr ist vergangen. Anatoly muss seinen Titel in Bangkok gegen einen neuen Herausforderer aus der Sowjetunion verteidigen: Leonid Viigand (gespielt von Swen Westfield). Florence, Anatoly und der neue Manager sowie Undercover-CIA-Agent Walther de Courcey (gespielt von Günter Kiefer) befinden sich bereits in Bangkok. Auch Frederic ist vor Ort. Diesmal aber, um offiziell als Kommentator für das TV zu arbeiten.

Vor der ersten Begegnung schließen Molokov und de Courcey einen Deal ab, der dem Herausforderer Viigand den Sieg sichern soll. Anatoly muss verlieren, im Gegenzug wird versichert, dass Florences Vater aus der Haft Russlands freigelassen wird.

Bei einem TV-Interview stellt Frederic Anatoly sehr unangenehme Fragen zu seinem Privatleben. Molokov hat nämlich Anatolys Frau Svetlana (gespielt von Claudia Dilay Hauf) aus der Sowjetunion kommen lassen.

Florence und Svetlana treffen aufeinander und denken beide darüber nach wie gut sie ihren Anatoly kennen und besser wissen müssen, dass er seine Freiheiten braucht.

Vor dem Endspiel hilft Frederic Anatoly, indem er ihn darauf aufmerksam mach, dass Viigand eine Schwachstelle hat. Für ihn geht es nur um den Sport und nicht um irgendwelche politischen Hintergründe.

Das Finale beginnt und gegen allen Abmachungen gewinnt Anatoly die WM. Für ihn ist das Schachspielen eine Passion und er stellt alles dafür in den Hintergrund, sogar sein Privatleben.

Das waren 2 1/4 Stunden mal schnell zusammengefasst. Ich muss dazu sagen, dass das gesamte Stück in Englisch war (wurde aber mit Übertiteln übersetzt, wird vielleicht mal wieder Zeit ein wenig Englisch zu lernen). Nicht nur die Darsteller – besonders Serkan habt mich fasziniert – sondern auch das Bühnenbild war einmalig. Ich war von der Umsetzung der Geschichte auf das Bühnenbild begeistert. So wenig Raum so toll umgesetzt. Leider hat der Klang der Stimmen sehr gelitten. Das Orchester war teilweise so laut, dass ich den Text nicht verstehen konnte. Zum Glück waren die Übertitel da, damit ich dem Gesang ein wenig folgen konnte.

Im Grossen und Ganzen aber eine tolle Inszenierung und ich würde jederzeit wieder dorthin gehen. Die Musik ist sehr schön – jeder kennt doch das Lied One Night in Bangkok oder I know him so well, oder? Wenn ja … sie stammen aus Chess! 😉

Vielen lieben Dank an Michi, der mir meine Musicalwelt wiedereimal erweitert hat. Wir hatten einen tollen Tag auf den Weg nach Essen, in Essen und den Heimweg! *bussi*

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Nächste Woche geht es weiter… mein Geburtstagsgeschenk wird eingelöst. Ich habe Heimvorteil und mit Sicherheit einen tollen Tag in Bremen! Wir sind schon gespannt auf Marie Antoinette und diesmal ist die Yvi mit dabei! Ich freue mich…

8 Kommentare

  1. In essen? na da kommst du mit deiner liebe zum musical ja echt weit rum!

    das essen in essen sieht ja richtig lecker aus. da könnte ich auch schwach werden 😉

    lg

  2. Hi, also das kann eigentlich nur im Sausalitos oder im Tacos gewesen sein. Im Sausalitos war ich gestern auch noch :-). Musstet ihr eine große Treppe runter? (Dann war es Sausalitos). Wenn die Toiletten im Keller waren (dann war es Tacos).

  3. Das sieht aber lecker aus… (Hab Hunger! ^^ ) Ich mag Musicals total gerne, aber leider sind mir die Tickets einfach viel zu teuer!

  4. Sieht alles gut aus, das Essen, das Musiktheater in Essen usw. Wir sind demnächst im „Blauen Müllsack“, Köln zu SPAMALOT. Freuen uns schon riesig.

  5. @ Spielkind: mit dem ´Rumkommen ist schon richtig und es macht echt Spaß!

    @ Yvi: ich freu mich erst! 😉

    @ robert0815: Es war das Sausalitos – danke für den Hinweis! Hätten wir uns ja treffen können! 😉 Nächstes Mal sprichst du mich mal an…

    @ Ecki: der Klang im Opernhaus ist miserabel…

    @ Steffi: So teuer sind die gar nicht. Kannst mich ja mal fragen – sehr günstig und immer empfehlenswert ist Tecklenburg!

    @ Herr Nothi: Spamalot stand auch zuerst auf meinem Terminplan aber es wäre dann doch zuviel geworden und ich hätte Schimpfe mit Carsten bekommen. Dann wünsche ich dir mal gaaaanz viel Spaß – Michi wird auch dabei sein und Serkan auch! *träum*

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