Ein Tag Kultur in Bremerhaven

Irgendwann im Sommer waren Yvi und ich in der Innenstadt und haben wiedereinmal Lose bei der Seestadt Lotterie gezogen. Yvonne hat dort dann eine Freikarte f?r das Deutsche Schiffahrtsmuseum gewonnen. Sie hat mir diese Karte dann geschenkt und heute habe ich mir gedacht, dass ich an meinem freien Tag heute mal das Schiffahrtsmuseum besuchen werde!!!

Gesagt – getan… gegen 14 Uhr habe ich mich dann aufgemacht und war kurze Zeit sp?ter am Museum. Ist zwar schon komisch, alleine in ein Museum zu gehen aber das was mich interessierte konnte ich mir in Ruhe anschauen.

Es hat sich einiges ver?ndert. Ich weiss nicht wie lange es her ist, dass ich dort gewesen bin aber die ber?hmte Kogge wollte ich mir doch mal wieder anschauen. Eine Museumsf?hrung erl?uterte den Werdegang dieser Kogge.

In den Jahren von 1962-1965 wurde das Schiffswrack von Mitarbeitern des Bremer Landesmuseums aus der Weser geborgen. Ab 1972 bis Ende 1979 wurde das Schiffswrack am jetzigen Standort aufgebaut. Aus einem riesigen Puzzel von Fundst?cken entstand wieder eine Hansekogge. Das nasse, alte Holz der Kogge sollte beim Trocknen nicht schrumpfen, rei?en, sich verwerfen. Das Schiff hing deshalb fast 20 Jahre in einem riesigen Stahltank in einer Mischung aus Polyethylenglykol und Wasser. Jetzt ist die Kogge stabil. Im Jahr 2000 wurde die Kogge aus dem Stahltank befreit und steht nun im Museum.

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Die Museumsf?hrung erkl?rte mir, dass nun nach 6 Jahren das Schiff sich „setzt“. Deshalb die Stahlkonstruktion – damit soll die Kogge in ihre urspr?ngliche Form zur?ckgebogen werden. Mal schauen ob es klappt…

Meine Wege f?hrten mich zur Geschichte der Deutschen Marine. Das war f?r mich nicht so interessant. Interessant fand ich aber das „Miniuboot“…

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In diesem U-Boot befanden sich im zweiten Weltkrieg zwei M?nner bis zu f?nf Tage am St?ck. Die ganze Zeit auf ihren Platz… *staun*

In einer Sonderaustellung habe ich die Geschichte des Fischst?bchens gelernt. Wow was sich dahinter alles verbirgt…

Zum Ende des Museums war noch die Geschichte von der Forschung in der Antarktis vom Alfred-Wegener-Institut. Dort wurde ?ber die Arbeit vom AWI erz?hlt.

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Ich konnte sogar das Skelett eines Pottwalbullen bestaunen, denn immer wieder stranden Pottwale, fast immer m?nnliche Tiere. 1984 trieb ein verendetes Tier in der Weserm?ndung. Es wurde in den Bremerhavener Fischereihafen geschleppt und dort zerlegt. Die 210 Knochen lagerten dann 15 Jahre lang, ehe das tonnenschere, 17 m lange Skelett – allein der gewaltige Sch?del wiegt circa 2 Tonnen! – im Deutschen Schiffahrtsmuseum wieder zusammengesetzt und von der Decke abgeh?ngt werden konnte.

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Danach bin ich dann zum bummeln in die Stadt gegangen und konnte noch ein paar sch?ne Fotos machen.

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Ein sch?ner Tag geht nun vorbei. Mal schauen ob wir noch Besuch von kleinen Geistern und Hexen bekommen… 😉

3 Kommentare

  1. Hmmm. Ich kann mich noch daran erinnern, wie die Stadt gestunken hat, als der Pottwal erstmal an Land gelagert und in seine Einzelteile zerlegt wurde. Wir haben damals einen Ausflug mit der Grundschulklasse dahin gemacht – und wir waren bei weitem nicht die einzigen Sehleute da 😉

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